Schach · Komplettanleitung
Schach: wie man spielt, woher es kommt und wie man gewinnt
Sechs Figuren, ein König und fünfzehn Jahrhunderte Menschen, die es zu ergründen versuchen. Die Regeln lernt man in zehn Minuten; der Rest dauert ein Leben.
Schach ist das Spiel, an dem alle anderen gemessen werden. Zwei Spieler, je sechzehn Figuren, ein Brett, keine verdeckten Informationen und kein Zufall — und trotzdem ist es nach fünfzehn Jahrhunderten nicht annähernd ausgeschöpft.
Die Regeln sind einfacher als ihr Ruf. Jede der sechs Figuren zieht auf genau eine Weise, es gibt drei Sonderzüge, und die Partie endet, wenn ein König dem Geschlagenwerden nicht mehr entkommt. Nach zwanzig Minuten spielt man eine echte Partie — und genau deshalb hat sich Schach weiter verbreitet als jedes vergleichbare Spiel.
Was bleibt, ist alles danach. Schach belohnt, in dieser Reihenfolge: keine Figuren einstellen, einfache Taktik sehen, Bauernstrukturen verstehen, Pläne fassen — und schließlich das Schwierigste: herausfinden, was der Gegner vorhat, und es unauffällig unmöglich machen. Jede dieser Stufen ist ein eigenes Spiel.
Die Anleitungen unten decken alles ab. Wer noch nie gespielt hat, beginnt bei den Regeln. Wer die Züge kennt, aber verliert, ohne zu verstehen warum, findet die Strategie-Anleitung genau dafür geschrieben.
So wird gespielt
Alle Regeln an einem Ort: wie die sechs Figuren ziehen, Rochade, En passant und Umwandlung, Schach und Matt, die fünf Wege zum Remis und wie man die Notation liest.
Häufige Fragen
Ist Schach schwer zu lernen?
Nein. Die Regeln dauern rund zehn Minuten, und die meisten spielen am selben Tag ihre erste ganze Partie. Schwer ist es, gut zu spielen — und das ist eine Frage der Gewohnheit, vor allem: bei jedem Zug prüfen, was der Gegner droht.
Wie lange dauert eine Partie Schach?
Blitzpartien im Internet fünf Minuten, eine ruhige Partie am Brett zwanzig bis vierzig Minuten, Turnierpartien mit langer Bedenkzeit auch vier Stunden und mehr.
Was ist der beste erste Zug?
1.e4 und 1.d4 sind die stärksten und häufigsten. Für Anfänger ist 1.e4 besser: Er öffnet sofort Linien für zwei Figuren und führt zu Stellungen, in denen die Eröffnungsprinzipien tatsächlich greifen.
Kann man ohne Eröffnungsstudium besser werden?
Ja, und unterhalb von etwa 1800 sollte man genau das tun. Taktikaufgaben, konsequentes Prüfen auf Einsteller und einfache Endspiele bringen um ein Vielfaches mehr.
Ist Schach gelöst?
Nein. Stellungen mit bis zu sieben Figuren sind durch Datenbanken vollständig gelöst, das ganze Spiel bleibt jedoch weit außerhalb der Reichweite heutiger Rechner.
Brauche ich ein Schachbrett?
Nein — das Brett auf dieser Seite läuft im Browser, mit sechs Computerstufen, einem Coach, Hinweisen und einem Link, um gegen Freunde zu spielen.
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