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Gin Rommé · Regel-Ratgeber

Gin-Rommé-Regeln: so wird gespielt

Zehn Karten, Sätze und Folgen, und drei Arten, wie ein Spiel endet: Klopfen, Gin oder Undercut. Dazu Anlegen, Wertung bis 100 mit Boni und die Oklahoma-Variante — und was es vom normalen Rommé unterscheidet.

Kurz gesagt

  • Jeder hält zehn Karten und nimmt pro Zug eine auf und legt eine ab.
  • Sätze sind drei oder vier gleiche Werte; Folgen drei oder mehr aufeinanderfolgende Karten einer Farbe, ohne Umlauf.
  • Klopfen darf, wessen Restpunkte zehn oder weniger betragen; der Gegner darf an Ihre Kombinationen anlegen.
  • Gin — alle Karten in Kombinationen — bringt die gesamten Restpunkte des Gegners plus 25.
  • Sind die Restpunkte des Klopfenden nicht niedriger, gelingt dem Gegner ein Undercut: die Differenz plus 25.

Das Spiel in einem Absatz

Gin Rommé ist ein Spiel für zwei mit einem normalen Blatt. Sie halten zehn Karten und nehmen in jedem Zug eine auf und legen eine ab. Ziel ist, die Hand in Sätze (drei oder vier gleiche Werte) und Folgen (drei oder mehr aufeinanderfolgende Karten einer Farbe) zu ordnen. Was übrig bleibt, sind Restkarten, und wenn deren Wert klein genug ist, beenden Sie das Spiel und bekommen die Differenz.

Wer Rommé kennt, erkennt die Idee sofort. Beim Gin Rommé gibt es aber keine Joker, nur zehn Karten, und man legt nicht während des Spiels aus — man drückt still die Restpunkte und klopft im richtigen Moment.

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Drei Siebenen bilden einen Satz; Herz-Neun, -Zehn und -Bube eine Folge. König und Vier sind Restkarten, zusammen 14 Punkte.
  • Kartenwerte: Ass zählt 1, Bilder 10, alle anderen ihren Augenwert.
  • Folgen bleiben in einer Farbe und laufen nicht um — Dame-König-Ass ist keine Folge.
  • Jede Karte gehört nur zu einer Kombination. Die Herz-Sieben kann nicht gleichzeitig im Siebener-Satz und in der Herz-Folge stecken.

Das Geben und ein Zug

Das Geben

Zehn Karten für jeden. Die nächste Karte wird aufgedeckt und beginnt den Ablagestapel; der Rest bildet den Talon. Die Vorhand darf diese erste offene Karte nehmen oder passen; passen beide, zieht der Gegner des Gebers vom Talon, und das Spiel läuft normal weiter.

Ein Zug

  • Aufnehmen — entweder die oberste Karte des Ablagestapels (die der Gegner sieht) oder die des Talons (die er nicht sieht).
  • Ablegen — eine Karte, offen, sodass Sie wieder zehn haben.

Das ist der ganze Mechanismus. Jede Entscheidung beim Gin Rommé ist eine Wahl zwischen diesen beiden Aufnahmen und der Frage, welche Karte man hergibt.

Was Ihre Abwürfe verraten

Jede Karte, die Sie vom Ablagestapel nehmen, und jede, die Sie abwerfen, ist öffentliche Information. Starke Spieler lesen daraus den größten Teil Ihrer Hand — und füttern Sie im Gegenzug mit nichts.

Klopfen, Gin und Undercut

Sie dürfen das Spiel beenden, sobald Ihre Restpunkte 10 oder weniger betragen: Legen Sie verdeckt ab und erklären Sie Klopfen.

  1. Sie legen Ihre Kombinationen und Restkarten offen aus.
  2. Der Gegner legt seine Kombinationen aus und darf lose Karten an Ihre Kombinationen anlegen — eine vierte Sieben an Ihren Satz, eine Karte, die Ihre Folge verlängert.
  3. Die verbleibenden Restpunkte werden verglichen. Sie bekommen die Differenz.

Gin

Stecken alle zehn Karten in Kombinationen, haben Sie Gin. Niemand darf anlegen, und Sie bekommen die vollen Restpunkte des Gegners plus 25 Bonuspunkte.

Undercut

Sind die Restpunkte des Klopfenden nach dem Anlegen gleich oder höher als die des Gegners, gelingt diesem ein Undercut: Er bekommt die Differenz plus 25 Bonuspunkte. Genau das macht Klopfen zu einem echten Risiko statt zu einer Formsache.

  • Klopfen — der Klopfende bekommt die Differenz der Restpunkte.
  • Gin — der Klopfende bekommt die Restpunkte des Gegners + 25.
  • Undercut — der Verteidiger bekommt die Differenz + 25.
  • Talon leer — niemand; das Spiel ist tot und wird neu gegeben.

Das Ende der Partie

Gespielt wird, bis jemand 100 Punkte erreicht. Dann kommen Boni dazu: meist 20 Punkte pro gewonnenem Spiel („Box“ oder „Line“) und 100 für die Partie — verdoppelt, wenn der Verlierer gar nichts geschrieben hat, das ist ein Schneider.

Varianten und Hausregeln

  • Oklahoma Gin — die erste aufgedeckte Karte legt die Höchstgrenze zum Klopfen für dieses Spiel fest; ein Ass heißt: nur Gin.
  • Hollywood Gin — drei Partien werden gleichzeitig gewertet, sodass jedes Spiel mehrfach zählt.
  • Straight Gin — kein Klopfen; nur Gin beendet das Spiel.
  • Zu dritt / Partnerschaft — einer setzt jedes Spiel aus, oder zwei Paare spielen über Kreuz.
  • Big Gin — alle elf Karten kombiniert, mit höherem Bonus.

Oklahoma ist unter ernsthaften Spielern die verbreitetste Variante, weil die wechselnde Klopfgrenze die Risikorechnung jedes Spiel neu stellt: Bei niedriger Karte braucht man eine fast perfekte Hand, bei einer Zehn kann man beinahe sofort klopfen.

Gleich spielen

Auf dieser Seite spielt der Rechner echtes Aufnehmen und Ablegen — er beobachtet, was Sie nehmen, meidet Karten, die Ihnen helfen, und wägt zwischen frühem Klopfen und Warten auf Gin ab.

Häufige Fragen

Was sind Restkarten beim Gin Rommé?

Karten, die in keinem Satz und keiner Folge stecken. Ihre Summe entscheidet, ob Sie klopfen dürfen.

Was ist ein Undercut?

Wenn die Restpunkte des Klopfenden nicht niedriger sind als die des Gegners. Dann bekommt der Verteidiger die Differenz plus 25.

Kann das Ass in einer Folge hoch sein?

Nein. Das Ass ist immer niedrig: Ass-2-3 ist eine Folge, Dame-König-Ass nicht.

Kann eine Karte in zwei Kombinationen stecken?

Nein. Jede Karte gehört zu genau einer Kombination.

Was passiert, wenn der Talon leer ist?

Meist ist das Spiel dann tot, niemand bekommt Punkte, und es wird neu gegeben.

Was ist der Unterschied zu normalem Rommé?

Rommé spielt man meist mit mehr Karten, Jokern und Auslegen auf den Tisch. Gin Rommé ist ein Zwei-Personen-Spiel mit zehn Karten, ohne Joker, das durch Klopfen endet.

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